onehundretstories

Weil keiner an mich geglaubt hat.

Weil ich selbst nicht an mich geglaubt habe. 

Es ist möglich. Es wird nicht einfach, aber es wird sich lohnen.

Ich werde nicht nur mich selbst überwinden, sondern allen anderen zeigen, was in mir steckt.

Ihr werdet beeindruckt sein.

Das dicke Mädchen aus der Schule ist nicht so unsportlich wie ihr jahrelang versucht habt ihr klarzumachen. 

Das dicke Mädchen aus der Schule brauchte nur ein bisschen Unterstützung, Motivation. Niemand bringt es weit, wenn man ihn dauernd nur fertig macht. Nicht in die Mannschaft wählt. Auslacht...

Ich bin stolz auf mich. Das Mädchen, das damals keine 100m am Stück laufen konnte, läuft heute schon mehrere Kilometer durch. Vielleicht nicht sonderlich schnell, aber sie schafft es!

Das Mädchen, das bei Mannschaftssportarten nie in die Mannschaft gewählt wurde, spielt in einem Team Fußball und sie wird besser - wenn auch langsam. Auch wenn es Geduld braucht, ihr wurde gezeigt, dass sie kein hoffnungsloser Fall ist. 

Das Mädchen, das damals beim Turnen nichts konnte hebt dafür heute Gewichte und das oft besser als ein schlaksiger Junge.

Irgendwann werdet ihr mich sehen oder meinen Namen im Zusammenhang mit Sport sehen und ihr werdet mich nicht wiedererkennen.

Wie gerne würde ich euch dann sagen, wie sehr ich euch gehasst habe, für das was ihr mit angetan habt. Wie ihr all die Jahre mein Selbstbewusstsein kaputt gemacht habt.

Dabei tragen meine Mitschüler von damals noch die wenigste Schuld.

Die größte Schuld tragen alle inkompetenten Sportlehrer. Keiner hat es auch nur ansatzweise geschafft mich zu verstehen, mich zu motivieren. Am liebsten würde ich euch davon abhalten, das bei so vielen anderen, unsportlichen Kindern zu machen.

Denn jeder hat irgendein sportliches Talent. Jeder muss es erstmal finden. Und Leute nur weiter zu demotivieren wird sie nicht dahin führen, ihren Sport zu finden. Danke also dafür, dass ihr so viele Leben vielleicht schon früh kaputt macht. 

Das was ich heute bin ist nicht euer Verdienst. Es ist mein eigener. Und ich werde weiter dafür kämpfen. Nur um irgendwann in euer Gesicht sehen zu können und euch zu sagen, wie sehr ich euch verachte.